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Auf der Fachtagung des LZG.NRW werden am Vormittag wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Themenfeld "Gesund älter werden" vorgestellt und in Gesprächsrunden zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand folgender Fragen diskutiert: Welche Chancen und Herausforderungen sind mit dem Thema "Gesund älter werden" verbunden? Welche gesundheitsförderlichen oder präventiven Ansätze gibt es, um die Gesundheit im Alter zu fördern und Krankheiten vorzubeugen? Und wie können Ressourcen im Alter gestärkt und Potenziale genutzt werden?
Am Nachmittag stehen dann in vier Fachforen Beispiele guter Praxis aus dem Bundesgebiet und Nordrhein-Westfalen im Fokus. Diese werden durch Fachleute vorgestellt und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den eigenen Praxisalltag angewendet.
Was gibt es Neues aus dem Schulministerium in Bezug auf die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen? Wie können Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf schulärztlich versorgt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die diesjährige Fachtagung des LZG.NRW für die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste in Nordrhein-Westfalen zu Beginn und am Ende der Veranstaltung.
Dazwischen gibt es ein breit gefächertes Programm zu aktuell relevanten Themen der Kindergesundheit und den vielfältigen Aufgaben der Schulärztinnen und Schulärzte in NRW. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Raum zur Meinungsbildung durch offene Diskussionen.
Krankenhäuser und Einrichtungen, in denen ambulante Operationen durchgeführt werden, sind nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) dazu verpflichtet, bestimmte nosokomiale Infektionen sowie Krankheitserreger mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen zu erfassen und zu bewerten. Dadurch können die Einrichtungen Schwächen in ihrem Hygienemanagement erkennen und beseitigen. Die Liste der zu erfassenden nosokomialen Infektionen und Krankheitserreger mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen wird vom Robert Koch-Institut (RKI) festgelegt und wurde kürzlich aktualisiert.
Vor der Einnahme von Schlankheitsmitteln, die über das Internet mit der Bezeichnung "Pure Caffeine 200 mg" als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden, wird eindringlich gewarnt!
Die Arzneimitteluntersuchungsstelle des LZG.NRW hat bei diesen Produkten einen Gehalt von ca. 300 mg 2,4-Dinitrophenol (DNP) je Tablette nachgewiesen, obwohl DNP nicht als Inhaltsstoff angegeben wird.
Die Substanz DNP ist giftig und steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Besonders gefährlich ist, dass sich die Substanz im Körper anreichert (Kumulation) und somit auch geringe Dosierungen schwerwiegende und lebensbedrohliche Wirkungen, wie zum Beispiel Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, rasante Überhitzung des Körpers, Atemnot, Multiorganversagen und vieles mehr hervorrufen können. In den letzten Jahren sind mehrere Todesfälle nach der Einnahme von DNP aufgetreten.
Besteht der Verdacht, dass Produkte mit dem Inhaltsstoff DNP eingenommen wurden, sollte umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht oder Kontakt mit der Giftnotrufzentrale aufgenommen werden.
Durch das Inkrafttreten des "Gesetzes zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und zur Änderung weiterer Gesetze" am 29. März 2013 wurden für Ärztinnen und Ärzte sowie Labore neue Meldepflichten wirksam. Meldepflichtig sind nun nach §§ 6 und 7 des Infektionsschutzgesetzes auch der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an Keuchhusten, Mumps, Röteln und Windpocken. Labore müssen den Nachweis der Erreger dieser Krankheiten an das zuständige Gesundheitsamt melden.
Durch die neuen Meldepflichten können bundesweit verlässliche Daten zur Krankheitslast dieser impfpräventablen Krankheiten erhoben werden. Die Gesundheitsämter werden in die Lage versetzt, Ausbrüche dieser Erkrankungen frühzeitig zu erkennen beziehungsweise eine weitere Ausbreitung beim Auftreten von Einzelfällen durch rechtzeitige Maßnahmen (z. B. Isolierungen, Impfungen) zu verhindern.
Die Behandlung älterer Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln ist eine besondere Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte wie auch für die Patientinnen und Patienten. Dies gilt insbesondere dann, wenn mehrere Erkrankungen zu behandeln sind und dabei verschiedene Arzneimittel zum Einsatz kommen müssen. Hier können Leitlinien und Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin und Pharmazie helfen.
Zusammen mit der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen veranstaltet das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) im Rahmen der jährlich stattfindenden Fachtagung Sozialpharmazie eine zweitägige Veranstaltung zum Thema "Leitlinien und pharmakotherapeutische Behandlung multimorbider älterer Menschen", am 4. und 5. Juni 2013 in Düsseldorf.
Bereits zum 9. Mal präsentiert sich das Land Nordrhein-Westfalen mit seinem Gemeinschaftsstand auf dem Hauptstadtkongress "Medizin und Gesundheit" vom 05.-07. Juni 2013 im Berliner ICC. Unterstützt vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen rund 30 Aussteller, sechs Gesundheitswirtschaftsregionen und das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen innovative Projekte und spiegeln somit die vielfältige Themenlandschaft der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen wider.
Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat den Wettbewerb zum "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2013" ausgelobt, der in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema "Arzneimitteltherapiesicherheit" steht. Wie in jedem Jahr gibt es neben der Schwerpunktausschreibung auch eine Allgemeine Ausschreibung. Verbände und Institutionen, Initiativen und Fachleute aus ganz Nordrhein-Westfalen sind aufgerufen, sich mit ihren kreativen und innovativen Projekten am Wettbewerb "Gesundheitspreis 2013" zu beteiligen.
Die Bewerbungsfrist endet am 17. Mai 2013.
Nach Alkohol- und Nikotinsucht ist die Medikamentenabhängigkeit die dritthäufigste Suchterkrankung in Deutschland. Insbesondere durch die missbräuchliche Anwendung von Benzodiazepinen als Beruhigungs- oder Schlafmittel besteht die Gefahr von Folgeerkrankungen.
Die Fachtagung Sozialpharmazie am 04. und 05. September 2012 thematisierte die Hintergründe des Arzneimittelmissbrauchs und der Arzneimittelabhängigkeit. Unterschiedliche Partner im Gesundheitswesen stellten ihre Erfahrungen und Aktivitäten vor und diskutierten Möglichkeiten, wie die örtliche Arzneimittelüberwachung im Rahmen ihres sozialpharmazeutischen Aufgabengebietes in enger Kooperation mit den örtlichen Apotheken den Arzneimittelmissbrauch bekämpfen kann. Die Fachtagung wurde von der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Kooperation mit dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) durchgeführt.
Eine heftige Grippewelle hat Nordrhein-Westfalen erfasst. Am häufigsten betroffen sind Kinder und Erwachsene mittleren Alters. Eine Grippe macht sich mit schlagartigem Krankheitsbeginn, Schwächegefühl und hohem Fieber bemerkbar und unterscheidet sich so von einer normalen Erkältung, die eher mit Symptomen wie Husten und Halsschmerzen beginnt und sich schleichend steigert. Ein Ende der Grippewelle ist noch nicht abzusehen. Deshalb ist es besonders wichtig, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Den besten Schutz vor Infektionen bietet die Grippeimpfung. Das Ansteckungsrisiko kann außerdem durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen verringert werden. Personen, die bereits erkrankt sind, sollten sich zu Hause auskurieren, Personen mit Vorerkrankungen sollten zeitnah ihre Hausarztpraxis aufsuchen.
In dieser Grippesaison wurden bereits etwa 2.400 laborbestätigte Fälle registriert, bei denen Influenzaviren nachgewiesen wurden. In der Meldestatistik werden allerdings nur Fälle mit Labornachweis und mit diesen im Zusammenhang stehende Fälle erfasst. Die Meldezahlen sind seit Anfang Januar kontinuierlich angestiegen und haben in der letzten Woche mit mehr als 650 Fällen ihr bisheriges Maximum erreicht. Bei den nachgewiesenen Influenzaviren dominierten bisher A(H1N1)pdm09-Viren, die 2009 auch die "Schweinegrippe"-Pandemie ausgelöst hatten.
In der kalten Jahreszeit sind die Meldezahlen der Magen-Darm-Erkrankungen durch Noroviren deutlich angestiegen. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, insbesondere über die Hände, kontaminierte Gegenstände oder kontaminierte Lebensmittel. Kleine Kinder und ältere Personen sind besonders oft betroffen. Noroviren sind häufig auch Ursache von akuten Gastroenteritis-Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten, Schutz bietet nur konsequente Händehygiene und besondere hygienische Sorgfalt.
Ein neuer Norovirus-Stamm namens "Sydney 2012", dessen Vorkommen unter anderem aus Australien, Großbritannien und Japan gemeldet wurde, könnte auch in Deutschland stärkere Ausbrüche hervorrufen. Das Konsiliarlabor für Noroviren am Robert Koch-Institut sammelt Erkenntnisse über die Epidemiologie und das pathogene Potential von "Sydney 2012". Ärztinnen, Ärzte sowie Gesundheitsämter können nach vorheriger telefonischer Absprache geeignetes Untersuchungsmaterial (Stuhlproben) aus Norovirus-Ausbrüchen an das Labor senden.
Der vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen koordinierte "Regionale Knoten NRW" trägt einen neuen Namen: "Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW". Die Anliegen der Koordinierungsstelle sind Gesundheitsförderung und Prävention für sozial benachteiligte Zielgruppen, das Themenspektrum umfasst derzeit die Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen, die Qualitätsentwicklung sowie Gesundheit und Migration. Außerdem führt die Koordinierungsstelle zu ausgewählten Themenschwerpunkten Modellprojekte durch, aktuell zum Schnittstellen-Management Arbeitsförderung - Gesundheitsförderung und zur Partizipativen Qualitätsentwicklung.
Aktuell mehren sich in Nordrhein-Westfalen Infektionen der Bindehaut und Hornhaut durch Adenoviren, auch Augengrippe genannt. Adenoviren sind weitweit verbreitet und umweltresistent. Im Jahr 2011 wurden in Nordrhein-Westfalen 266 Erkrankungen gemeldet, in 2012 waren es 344 Fälle. Neben der konsequenten Etablierung hygienischer Maßnahmen in Kliniken und Praxen muss auch im häuslichen Umfeld der Fokus auf dem Schutz der Mitmenschen vor Ansteckung liegen. Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) hat für Erkrankte und die mit ihnen in engem Kontakt lebenden Personen Informationen zu Übertragungswegen, Symptomen und Hygienemaßnahmen zusammengestellt.